Vielfalt & Antidiskriminierung

hand_regenbogenErfolgreiche Verbände und Vereine im Fußball leben oftmals auch von ihrer Vielfalt. Diese bietet neue Potenziale und gründet sich auf ein von Akzeptanz geprägtes Miteinander. Im Fußball sollen Menschen mit all ihrer Unterschiedlichkeit willkommen geheißen werden und Wertschätzung erfahren – völlig unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Nationalität, Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung. Fußball verbindet und grenzt nicht aus.

Alle am Fußball beteiligten Personen, egal ob auf dem Feld oder an anderer Position, tragen Verantwortung dafür, dass jede Person Fußball spielen oder genießen kann, ohne diskriminiert zu werden. Fußball steht für Fairness und Gleichberechtigung, Respekt und Achtung und bringt Menschen mit derselben Leidenschaft zusammen. Dennoch sind diverse Gruppen und Minderheiten im Fußball unterrepräsentiert. Gemeinsam wollen wir die Vielfalt in Gremien fördern und Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Sprache, Religion oder sexueller Orientierung eine Stimme geben. Denn die Vielfalt der Gesellschaft soll sich auch im Fußball auf allen Ebenen widerspiegeln. Deshalb möchten wir vermehrt Frauen, junge Ehrenamtliche, Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Sprache oder Religion dazu bewegen, sich im Verein und Verband zu engagieren.

(Foto: Getty Images)

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Im Feburar 2019 startete der Bremer Fußball-Verband erstmals das Leadership-Programm „Vielfalt in Gremien – Frauen im Fußball“. Damit will der BFV ehrenamtlich tätige Frauen im Fußball für die Übernahme zukünftiger Führungsaufgaben in den Gremien von Vereinen und/oder dem Verband vorbereiten, motivieren und qualifizieren.

  • Du engagierst Dich bereits ehrenamtlich im Fußball?
  • Du bist offen und interessiert an einem Austausch mit gleichgesinnten Personen?
  • Du möchtest Dich persönlich und in Deinem Ehrenamt weiterentwickeln?
  • Du bist bereit, Zeit für Deine persönliche Entwicklung und die des Fußballs zu investieren?

Dann bewirb dich jetzt zum Leadership-Programm des Bremer Fußball-Verbandes!

Was ist das Leadership-Programm „Vielfalt in Gremien – Frauen im Fußball“?

Mithilfe des einjährigen Leadership-Programms will der Bremer Fußball-Verband ehrenamtlich tätige Frauen im Fußball für die Übernahme zukünftiger Führungsaufgaben in den Gremien von Vereinen und/oder dem BFV vorbereiten, motivieren und qualifizieren.

 

(Foto: Getty Images)

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Mit der Durchführung des Leadership-Programms „Vielfalt in Gremien – Frauen im Fußball“ leistet der Bremer Fußball-Verband einen Beitrag zur Entwicklung für mehr Vielfalt im Ehrenamt.

 

Das Leadership-Programm wird mit erfahrenen Coaches der Führungsakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes durchgeführt und beinhaltet verschiedene Facetten der Qualifizierung, Förderung und Vernetzung.

 

Was Dich erwartet…

Das einjährige Programm besteht es aus drei verpflichtenden Trainingsmodulen:

  • Modul I: Führung und Selbstmanagement
  • Modul II: Kommunikation
  • Modul III: Veränderungsmanagement

Das begleitende Trainingsprogramm zielt darauf ab, Dich auf die Anforderungen an künftige Führungsaufgaben im Verein und/oder Verband vorzubereiten.

Der Aufbau eines Netzwerks ist ein wichtiger Bestandteil der eigenen Weiterentwicklung. Im Laufe des Leadership-Programms werden sich für Dich viele Gelegenheiten zum Austausch und zur Erweiterung Deines Netzwerks ergeben.

Das Leadership-Programm im Überblick

Auftaktveranstaltung und Trainingsmodul 1 (1,5 Tage)
Mit einer gleichermaßen informativen wie motivierenden Auftaktveranstaltung startest Du am Freitagabend in das einjährige Leadership-Programm. Du lernst die anderen Teilnehmerinnen kennen, um direkt die Basis für eine gute Zusammenarbeit und den Aufbau eines Netzwerks zu legen.

 

(Foto: Getty Images)

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Des Weiteren erfährst Du mehr über die Strukturen des Bremer Fußball-Verbandes, die Arbeit in den Gremien und die Möglichkeit sich zu engagieren.

 

Am Samstag findet das erste Trainingsmodul statt. In Form von theoretischen Inputs und praxisbezogenem Erfahrungsaustausch wird das Thema „Führung im Ehrenamt“ beleuchtet. Dabei geht es inhaltlich um ein zeitgemäßes Führungsverständnis, um Führungsstile und um die Besonderheiten ehrenamtlicher Führung.

 

Das Thema „Selbstmanagement“ steht unter dem Motto: „Lerne erst Dich selbst zu führen, bevor du andere führst“. Dabei stehen Erkenntnisse über die eigenen Fähigkeiten und Motive sowie der Umgang mit eigenen Ressourcen im Blickpunkt des Training.

 

Trainingsmodul 2

(Foto: Getty Images)

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Zur Halbzeit des Leadership-Programms zielt das zweite Trainingsmodul darauf ab, Dich in der Gesprächsführung zu schulen. Dabei werden grundlegende Elemente der professionellen Kommunikation, wie Fragetechniken und aktives Zuhören besprochen und deren Anwendung in schwierigen Gesprächssituationen aus der eigenen Praxis trainiert.

 

Trainingsmodul 3
Als Führungskraft ist es eine wichtige Aufgabe Veränderungsbedarfe zu erkennen und Veränderungen erfolgreich umzusetzen. Das Training vermittelt Dir Kenntnisse darüber, wie Veränderungen gelingen können, welche Reaktionen diese bei Betroffenen hervorrufen, wie man mit Widerstand umgehen kann und zielführend kommuniziert. Du sollst in die Lage versetzt werden, Veränderungen in Deinem Verband/Verein in der heutigen oder in zukünftigen Funktionen erfolgreich zu managen.

Was kostet Dich das Leadership-Programm?

Die Kosten für das Leadership-Programm „Vielfalt in Gremien – Frauen im Fußball“ werden vom
Bremer Fußball-Verband e.V. übernommen, d.h. Teilnahme-, Verpflegung– und auch ggf. anfallende
Übernachtungskosten bei dem ersten Modul. Voraussetzung dafür ist die verpflichtende Teilnahme an
den drei Modulen.

Du hast noch Fragen zum Leadership-Programm?

Unsere Kontaktdaten findest Du rechts in der Infobox.

Mit dem Leadership-Programm fußballl+ leistet der DFB einen Beitrag zu einer Entwicklung für mehr Vielfalt im Ehrenamt. In der Durchführung steht die Zielgruppe der ehrenamtlich Engagierten mit familiärer Einwanderungsgeschichte im Fokus. Das Leadership-Programm beinhaltet verschiedene Facetten der Qualifizierung, Förderung und Vernetzung.

Mentoring

Mentoring steht für offenen und vertrauensvollen Austausch zwischen Mentee und Mentorin oder Mentor. Durch die persönliche, berufliche und ehrenamtliche Erfahrung und dem eigenen Netzwerk unterstützen die Mentorinnen oder Mentor die Mentees in der Weiterentwicklung. Im Fokus stehen dabei die konkreten Anliegen der Mentees, bspw. aus den Bereichen „Karriere im Ehrenamt“ oder der Entwicklung sozialer/methodischer Kompetenzen. Die Mentorinnen und Mentoren sind Führungspersonen aus Fußball, Wirtschaft, oder anderen Institutionen. Die sorgfältig zusammengesetzten Mentoring-Tandems tauschen sich in einem Zeitraum von 12 Monaten regelmäßig persönlich oder digital aus.

Training

Das begleitende Trainingsprogramm zielt darauf ab, die Teilnehmenden auf die Anforderungen an künftige Führungsaufgaben vorzubereiten. Die drei – jeweils 1,5-tägigen – Trainingsmodule, die ein fester Bestandteil des Leadership-Programms für alle Teilnehmenden sind, umfassen die Themengebiete Führung, Kommunikation sowie Veränderungsmanagement.

Netzwerk

Der Aufbau eines Netzwerkes ist ein wichtiger Bestandteil der eigenen Weiterentwicklung. Im Laufe der 12 Monate werden sich für die Teilnehmenden des Leadership-Programms viele Gelegenheiten zum Austausch und zur Erweiterung des eigenen Netzwerkes ergeben. Dazu trägt ein moderierter Erfahrungsaustausch zum Mentoring und den eigenen Entwicklungszielen zur Halbzeit des Programms ebenso bei, wie die informellen Kontakte untereinander. Zudem werden die Teilnehmenden bei verschiedenen Veranstaltungen spannende Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner kennenlernen.

Kontakt

Haben Sie Fragen zu dem Leadership-Programm des DFB? Dann kontaktieren Sie gerne unseren Partner in der Durchführung dieses Programms, die Führungs-Akademie des DOSB: Kathrin Radermacher; radermacher@fuehrungs-akademie.de; 0221-221-27593 – oder beim DFB: Claudia Krobitzsch, claudia.krobitzsch@dfb.de.

Abgesehen von den konkreten Maßnahmen gegen Homophobie, ist es ein generelles Ziel des BFV, die Akzeptanz zum Thema Vielfalt bei seinen Aktiven, Mitgliedern, Fans und im Umfeld zu erhöhen, damit jeder und jede sich willkommen fühlt.

 

Es geht darum, ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung abzugeben, klare Grenzen zu ziehen, auch kleinste Vorfälle nicht zu dulden (z. B. rassistische Aufkleber, diskriminierende Schmierereien) und sich klar zu positionieren. Dabei sollte deutlich herausgestellt werden, dass es keine Rangfolge oder Hierarchisierung von Diskriminierung gibt. Eine Beleidigung bleibt beleidigend, egal ob sie sich gegen Menschen mit einer anderen Hautfarbe, einem anderen Geschlecht, einem anderen Glauben oder eben einer anderen sexuellen Identität richtet.

 

Bereits im Juni 2007 wurde auf dem 1. DFB-Fankongress von allen Teilnehmern die „Leipziger Erklärung“ unterschrieben. Die Unterzeichner verpflichteten sich damit, sich im Rahmen ihrer Gruppen und Organisationen aktiv für die Umsetzung folgender Ziele einzusetzen:

  • Alle Formen von Diskriminierung thematisieren
  • Antidiskriminierungsparagrafen in Stadienordnungen und/oder Satzungen einführen
  • Kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung
  • Persönliche Anlaufstellen schaffen
  • Dokumentation von Diskriminierungen

Diese fünf Eckpfeiler der „Leipziger Erklärung“ haben bis heute Bestand. Verbände und Vereine, die nach innen und außen Vielfalt in ihrer Organisation leben und somit alle Menschen willkommen heißen möchten, können sich daran orientieren.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Broschüre „Fußball und Homosexualität“ des DFB:

Der Bremer FV hat eine zentrale Anlaufstelle für Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle eingerichtet. Die Anlaufstelle, die hauptamtlich besetzt ist, soll einen nachhaltigen und wirkungsvollen Umgang mit Gewalt- und Diskriminierungsvorfällen auf Fußballplätzen in Bremen und Bremerhaven unterstützen.

(Symbolfoto: Pixabay)

(Symbolfoto: Pixabay)

 

Sie dient als Kontaktmöglichkeit für alle im Fußballsystem agierenden Personen und koordiniert den Bearbeitungsprozess gemeldeter Konfliktfälle mit diskriminierendem und/oder demokratiefeindlichem Charakter, die nicht selten zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führen.

 

Das Aufgabenprofil der zentralen Anlaufstelle umfasst die systematische Meldungserfassung, die Kontaktherstellung zu den Konfliktbeteiligten, die Koordination von Beratungs- und Unterstützungsangeboten bis zur Nachbereitung eines Vorfalls. Dabei ist die Anlaufstelle ausdrücklich nicht nur für Vorkommnisse im direkten Spielumfeld auf und neben dem Platz, sondern auch für Vorfälle im Training, in den sozialen Medien bei direktem Mannschafts- bzw. Vereinsbezug und bei proaktiven Beratungsanfragen von jeglichen Akteuren aufgrund von gewaltbereiten, diskriminierenden oder extremistischen Tendenzen im Verein zuständig. Für jegliche Beratungen gelten die Prinzipien der Vertraulichkeit und des Schutzes persönlicher Daten.

 

Der DFB hat ein Merkblatt erstellt, das die Begrifflichkeiten „Gewalthandlung“ und „Diskriminierung“ genauer definiert.

Zur Online-Meldung eines Gewalt- und Rassismusvorfalls

Ansprechperson:

Franziska Temper

Referentin Gesellschaftliche Verantwortung

Telefon: 0421-791 66 45 Telefax: 0421-791 66 50

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