Moin Fairness!

(Foto: BFV)

(Foto: BFV)

Beinahe alle Personen, die sich regelmäßig auf Sportplätzen in Deutschland aufhalten, haben bereits Fälle von Gewalt und Diskriminierung entweder selbst erlebt oder wenigstens beobachtet.

Somit ist es keine Neuheit, dass das Problem der Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle stets präsent ist, sowohl im Amateur- als auch im leistungsorientierten Profifußball.

Der DFB veröffentlichte vor kurzem das Lagebild der Saison 24/25, in dem man erkennen kann, dass die blanken Zahlen der Vorkommnisse zwar erneut gesunken sind, allerdings bedeutet dies nicht, dass die Problematik damit überwunden ist.

Für uns heißt es eher, dass wir nun mehr denn je, mit den Vereinen gemeinsam daran arbeiten müssen, Konflikte im Ursprung zu verhindern und vergangene Vorkommnisse aufzuarbeiten.

Dies wollen wir mit unserem neuen Projekt „Moin Fairness“, welches durch die finanzielle Förderung des Senators für Inneres der Hansestadt Bremen, ermöglicht wird, umsetzen.

Ziel dieses Projekts ist es, die bestehenden Probleme an der Wurzel zu bekämpfen und durch präventive und intervenierende Maßnahmen, Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle im Kinder- und Jugendfußball einzudämmen, Eskalationen auf und neben dem Platz zu verhindern und den Fußball in Bremen ein Stück sicherer zu machen.

Die Zielgruppe von „Moin Fairness“ ist breit gefasst, denn unsere Maßnahmen richten sich an beinahe alle Akteure im Kinder- und Jugendfußball in Bremen. Dazu gehören sowohl Spieler:innen, Trainer:innen, als auch Eltern und Vereinsfunktionäre.

Ebenso breit gefächert sind dementsprechend unsere Maßnahmen, die uns unserem Ziel näherbringen sollen. Zum einen wollen wir mit unserem mobilen Kaffee- und Informationsstand, dem „Moin Fairness-Café“ zu euch, zu den Vereinen auf die hochfrequentierten Sportanlagen und mit euch, mit den Menschen, die den Amateurfußball am Laufen halten, in den Austausch kommen, ein offenes Ohr für bestehende Sorgen und Probleme bieten und dort helfen, wo es am dringendsten ist. Dadurch wollen wir zeigen, dass uns die Thematik beschäftigt und wir gemeinsam an Lösungen arbeiten wollen. Wir wollen informieren, welche kostenfreien Angebote wir für die Vereine anbieten und auch bereits da, durch Handreichungen, erste Hilfestellungen zur Verfügung stellen, sowie auch bereits vor Ort, Kindern Fair-Play-Werte auf spielerische Art und Weise vermitteln.

 

Bei den bereits genannten kostenlosen Angeboten handelt es sich unter anderem um verschiedene Workshops und Schulungen für Spieler:innen, Trainer:innen, Vereinsfunktionäre, aber auch Elternabende bieten wir an. Dabei fokussieren wir uns zu Beginn auf Themen wie: „Kinderrechte und Grenzen setzen“, „Empowerment und Selbstvertrauen“, „Konfliktmanagement“ und „Kommunikation“.

 

Zudem bieten wir mit der Anlaufstelle eine Möglichkeit, beobachtete oder erlebte Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle anonym zu melden, sodass wir gegebenenfalls weitere Schritte und Maßnahmen einleiten können.

 

Ebenso wollen wir gemeinsam mit euch Konzepte erstellen, wie beispielsweise ein Fair-Play-Konzept oder Verhaltenskodizes, welche genau auf eure Mannschaft oder den Verein angepasst sind und die individuellen Persönlichkeiten und Meinungen miteinbeziehen.

 

Zuletzt haben Sie auch die Möglichkeit eine Spielbeobachtung von uns anzufragen. Dabei liegt der Fokus darauf, von einer neutralen Person konstruktives Feedback zur Ausstrahlung beim Coachen oder auch der Kommunikation in Wettkampfsituationen zu erhalten.

Bei dem Projekt „Moin Fairness“ wollen wir proaktiv auf die Menschen und die Vereine zugehen, ihnen zuhören und zusammen Lösungsstrategien und Maßnahmen erarbeiten.

 

Mit unserer Präsenz wollen wir niemanden belehren, tadeln oder bestrafen, sondern viel mehr präventiv bei der Bekämpfung bestehender und anhaltender Probleme unterstützen und so gemeinsam den Fußball in Bremen sicherer machen.

 

Die enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Personen ist uns besonders wichtig, da wir so auf die einzelnen Menschen und Mannschaften eingehen können und durch individuell angepasste Pläne und Maßnahmen, Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle im besten Fall verhindern.

 

Zusätzlich ist es unser Ziel, Trainer:innen und anderen Vereinsfunktionär:innen das Werkzeug an die Hand zu geben, sodass sie zukünftig selbst handeln, und anderen ihr Wissen vermitteln können.

Die verschiedenen Angebote und Maßnahmen des Projekts könnt Ihr ganz einfach anfragen und habt dafür verschiedene Möglichkeiten:

 

Ihr schreibt eine E-Mail an helena.laemmerhirt@bremerfv.de mit folgendem Inhalt:

      • Wer seid ihr?
      • Welches Angebot wollt ihr nutzen?
      • Für welche Zielgruppe? (Spieler:innen, Trainer:innen, Eltern, Verein)
      • Von welchem Verein kommt ihr?

 

Oder ihr meldet euch telefonisch unter

    • Telefon: 0421-791 66 47
    • Mobil: 0152-0642 7818

Dann klären wir alle Einzelheiten, um thematisch alles so individuell wie möglich an eure Situation anzupassen und finden so schnell wie es geht, einen geeigneten Termin zur Durchführung.

Kontaktiert uns ebenfalls gerne, wenn ihr mehr über das Projekt erfahren und einen Überblick über die einzelnen Möglichkeiten erhalten wollt.

Wir freuen uns auf euch!

Zu „Moin Fairness!“ gehört auch eine Mitmach-Kampagne. Ziel ist es, sichtbare Zeichen gegen Gewalt und Diskriminierung im Fußball zu setzen.

 

Wir posten wöchentlich auf unseren Profilen bei Instagram und Facebook Statements gegen Gewalt und Diskriminierung. Das Besondere dabei: Die Statements kommen nicht nur aus dem Verband, sondern von Euch aus den Vereinen: Von Spielerinnen, Spielern, Trainerinnen, Trainer, Schiedsrichterinnen, Schiedsrichtern, Vorstandsmitgliedern, Eltern oder Zuschauenden.

 

Mach auch Du mit und setze ein Zeichen gegen Gewalt und Diskriminierung! Mitmachen ist ganz einfach: Schicke uns eine Mail an moinfairness@bremerfv.de mit folgendem Inhalt:

 

  • Dein Vorname
  • Dein Verein und Deine Mannschaft und/oder Deine Funktion
  • Ein Oberkörperfoto von Dir
  • Dein kurzes Statement gegen Gewalt und Diskriminierung

An jedem „Fairness-Freitag“ wird dann ein Statement ausgewählt und in einem einheitlichen Design veröffentlicht.

 

Gemeinsam zeigen wir so, dass die große Mehrheit von uns für einen fairen und respektvollen Umgang einsteht und setzen so ein klares Zeichen gegen Ausgrenzung, Hass und Gewalt. Sei dabei!

Alle Statements in der Galerie

Ansprechperson:

Helena Lämmerhirt

Projektleiterin

Telefon: 0421-791 66 47

Unterstützt von:

Logo der ÖVB.