BFV tröstet erneut langzeitverletzte Fußballerinnen und Fußballer

11. Januar 2019

Es ist ein netter Brauch, dass Mitglieder des BFV-Vorstands zur Weihnachtszeit losziehen, um Langzeitverletzten Trost zu spenden, die dem Verband von den Vereinen für dessen Weihnachtsaktion gemeldet wurden. Und leider blieben auch im vergangenen Jahr schwere Verletzungen bei den Fußballerinnen und Fußballern in Bremen und Bremerhaven nicht aus.

Insgesamt wurden dem Verband 20 Verletzungen durch die Vereine gemeldet. Von Bremerhaven, über Bremen-Nord bis nach Bremen-Stadt waren alle Kreise dabei vertreten. Während in Bremerhaven BFV-Vizepräsident Michael Grell zum Trösten kam, übernahm dies in Bremen-Nord BFV-Vizepräsident Holger Franz. In Bremen-Stadt machten sich BFV-Vizepräsident Henry Bischoff und BFV-Präsident Björn Fecker sowie BFV-Vorstandsmitglied Jurij Zigon auf den Weg um Trost zu spenden.

Holger Franz besuchte im Norden Bremens den DJK Germania Blumenthal. Ergün Talip und Nicolas Flacke teilen sich das Leid. Sie erlitten beide im Verlauf der Saison einen Kreuzbandriss. Nicolas im rechten Knie und Ergün im linken Knie. In beiden Fällen hielt das betroffene Knie einer ungewollten Drehbewegung nicht mehr stand. Während Nicolas nach überstandener OP schon wieder im Aufbautraining ist, steht Ergün diese Prozedur noch bevor.

Holger Franz (Mitte) besuchte beim DJK Ergün Talip (links) und Nicolas Flacke (rechts). (Foto: Reiner Jonderko)

Holger Franz (Mitte) besuchte beim DJK Ergün Talip (links) und Nicolas Flacke (rechts). (Foto: Reiner Jonderko)

Auch in seinem eigenen Verein, der SG Aumund-Vegesack, musste Franz einen Krankenbesuch machen. Elias Steege verdrehte sich bei einem Zweikampf im Stark-Bremen-Liga-Duell mit dem Leher TS   im April das Knie und Riss sich ebenfalls das Kreuzband.

Kreisvorsitzender Matthias Schmit, SAV-Spieler Elias Steege und BFV-Vizepräsident Holger Franz (v.l.). (Foto: Mathis Kisser)

Kreisvorsitzender Matthias Schmit, SAV-Spieler Elias Steege und BFV-Vizepräsident Holger Franz (v.l.). (Foto: Mathis Kisser)

Mehrfaches Verletzungspech hatte Vanessa Lankenau vom Blumenthaler SV. Erst kugelte sie sich in einem Verbandsligaspiel den Finger aus und riss sich die Kapsel. Anschließend wuchs der Finger nicht korrekt zusammen und zu guter Letzt riss sich die Blumenthalerin auch noch die Außenbänder im Knöchel nur wenige Spiele später.

Diesmal steht zwischen Schmit und Franz Vanessa Lankenau vom Blumenthaler SV für das Foto bereit. (Foto: Mathis Kisser)

Diesmal steht zwischen Schmit und Franz Vanessa Lankenau vom Blumenthaler SV für das Foto bereit. (Foto: Mathis Kisser)

Ein schlimmes Schicksal ereilte Steven Holstein vom SV Lemwerder. Der SV spielte ein Pokalspiel bei der SG Mahndorf/Arbergen. Kurz vor Ende der Partie verspürte Steven bereits Schmerzen im Nackenbereich. Die Symptome Schweißausbrüche, Brustschmerzen und kribbelnde Hände folgten unmittelbar nach dem Spiel. Die Notärzte vermuteten zunächst einen eingeklemmten Nerv in der Brustwirbelsäule. Doch die Hausärztin von Steven stellte am nächsten Tag nach ein paar Tests eine andere, erschreckendere Vermutung auf: Steven hat einen Herzinfarkt. Die Ärztin sollte recht behalten und Steven wurde sofort im Krankenhaus notoperiert. Eine von zwei Hauptarterien verstopfte und ließ nur wenig Sauerstoff für das Herz zu. Die Operation war erfolgreich und nach vier Wochen Krankenhaus- und Reha-Aufenthalt kämpfte sich Steven zurück. Auch der Ball klebte nach einiger Zeit wieder am Fuß. Steven konnte wieder am Spielbetrieb teilnehmen, blieb allerdings vom Pech verfolgt. Er riss sich nach ein paar Spielen das Innen- und Außenband des Knöchels. Für Kämpfer Steven aber sicherlich nur ein kleiner Dämpfer, wenn man die schwere seiner vorangegangen Verletzung betrachtet.

Auch Steven Holstein darf in die goldene Mitte für ein Bild. (Foto: Mathis Kisser)

Auch Steven Holstein darf in die goldene Mitte für ein Bild. (Foto: Mathis Kisser)

Noch weiter im Norden stattete BFV-Vizepräsident Michael Grell den Teams aus Bremerhaven einen Besuch ab. Steffen Wolfram von der LTS riss sich im Mai die Achillessehne, Paul Zielinski von dem TuSpo Surheide zog sich eine schwere Schultergelenkssprengung zu, Mirco Tatje von der SFL brach sich den Mittelfuß und Timo Struppe, ebenfalls von der SFL, erlitt einen Sehnenanriss am Fuß.

Steffen Wolfram, Paul Zielinski und Mirco Tatje wurden von BFV-Vize Michael Grell in Bremerhaven besucht. Timo Struppe war verhindert. (Foto: Ralf Krönke)

Steffen Wolfram (ganz links), Paul Zielinski (dritter von links) und Mirco Tatje (ganz rechts) wurden von BFV-Vize Michael Grell (Zweiter von rechts) in Bremerhaven besucht. Timo Struppe war verhindert. (Foto: Ralf Krönke)

In Bremen-Stadt wurden insgesamt acht Sportverletzte von den BFV-Verbandsvertretern getröstet. Torben Duin vom TV Bremen-Walle und Dennis Schnaars vom ATSV Sebaldsbrück zogen sich beide einen Kreuzbandriss im Knie zu. Für Torben ist es bereits die dritte Verletzung dieser Art in nur drei Jahren. Er hatte sich immer wieder zurück gekämpft. Diesmal war sogar seine Ausbildung in Gefahr. Auch Dennis teilt eine tragische Geschichte. Er ist neben seiner Mutter und seiner Schwester bereits der Dritte in seiner Familie, der sich diese schwere Verletzung zuzieht. Beide wurden von BFV-Präsident im Weser-Stadion in Empfang genommen und beschenkt.

BFV-Präsident Björn Fecker (rechts) kann dem Verletzten Dennis Schnaars (links) immerhin das Weser-Stadion zeigen. (Foto: David Dischinger)

BFV-Präsident Björn Fecker (rechts) kann dem Verletzten Dennis Schnaars (links) immerhin noch das Weser-Stadion zeigen. (Foto: David Dischinger)

Torben Durin (rechts) und BFV-Prsäident Björn Fecker (links) ebenfalls im Weser-Stadion. (Foto: David Dischinger)

Torben Duin (rechts) und BFV-Präsident Björn Fecker (links) ebenfalls im Weser-Stadion. (Foto: David Dischinger)

Auch der FC Huchting blieb nicht von der gefürchteten Kreuzbandverletzung verschont. Gleich zwei Spieler erlitten im vergangenen Jahr einen Riss des Kreuzbandes im Knie. Maik Rowohlt und Atakan Karakoc fehlen der ersten Herren noch auf unbestimmte Zeit. Sie befinden sich erst wieder in der Aufbauphase. Hier übernahm BFV-Vorstandsmitglied Jurij Zigon übernahm die Beschenkung.

Maik Rowohlt (links), Jurij Zigon (mitte) und Atakan Karakoc (rechts). (Foto: Horst Kamm)

Maik Rowohlt (links), Jurij Zigon (mitte) und Atakan Karakoc (rechts). (Foto: Horst Kamm)

Beim Bremer SV gab es gleich ein dreifaches Verletzungspech. Trost spendete BFV-Vizepräsident Henry Bischoff. Zunächst traf es in den Reihen des BSV Jonas Böhning aus dem Stark-Bremen-Liga-Team, der sich einen Außenmeniskusriss im Knie zuzog, allerdings bereits wieder vor seinem Comeback steht. Im September folgte sein Teamkollege Kevin Kuhfeld. Der Torwart verdrehte sich im Training das Knie und riss sich das Kreuzband. Sogar seine Arbeitsstelle verlor Kevin durch diese Verletzung, da er noch in der Probezeit war. Ü50-Spieler Hartmut Elvers war der letzte im Bunde. Er erlitt eine komplizierte Oberarmfraktur.

BFV-Vize Henry Bischof (ganz rechts) besuchte BSV-Präsi Dr. Peter Warnecke, Kevin Kuhfeld, Jonas Böhring und Hartmut Elvers (von links) im BSV Vereinsheim. (Foto: David Dischinger)

BFV-Vize Henry Bischoff (ganz rechts) besuchte BSV-Präsi Dr. Peter Warnecke, Kevin Kuhfeld, Jonas Böhring und Hartmut Elvers (von links) im BSV Vereinsheim. (Foto: David Dischinger)

Den letzten Verletztenbesuch des Jahres übernahm BFV-Präsident Björn Fecker wieder persönlich. Er reiste zum JFV Weyhe-Stuhr. B-Junior Lucca Dinse erlitt einen überaus komplizierten, doppelten Unterarmbruch. Bei einem Zweikampf um einen hohen Ball wurde Lucca in der Luft gedreht und kam so unglücklich auf dem Boden auf. Zwei Krankenhausaufenthalte und vier Operationen später ist Lucca nun auf dem Weg der Besserung. An Fußball ist wohl erst wieder in der nächsten Saison zu denken. Bei der Geschenkübergabe kamen zur Unterstützung auch seine Teamkollegen.

BFV-Präsident Björn Fecker (rechts) übergab Lucca Dinse (links daneben) das Geschenk. Sein Team ganz dicht dahinter.

BFV-Präsident Björn Fecker (rechts) übergab Lucca Dinse (links daneben) das Geschenk. Sein Team ganz dicht dahinter.

Der größte Wunsch bei allen Verletzten ist natürlich, bald wieder auf dem Platz zu stehen und Fußball zu spielen, dennoch freuten sich alle über den Besuch des Verbands und den Einkaufsgutschein für Saturn, den die Trostspender als kleines Präsent im Gepäck hatten. Auch wenn diese natürlich gern die verletzen Kicker besuchten, hätten sie nichts dagegen, wenn den Fußballerinnen und Fußballern in Bremen und Bremerhaven in diesem Jahr von derart schweren Verletzungen verschont blieben.

[ddi]

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