Prävention sexualisierter Gewalt in Fußballvereinen

Der organisierte Fußball ist ein wesentlicher Teil des gesellschaftlichen Lebens in ganz Deutschland und bietet vor allem Kindern im Vereinsleben den ersten Kontakt zu verschiedensten Charakteren jeglicher Altersstufen. Jeder Verein lebt davon, dass sich Ehrenamtliche für die Gemeinschaft engagieren und ihre Fähigkeiten und Eigenschaften einbringen.

(Symbolfoto: pixabay)

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So kann allerdings, wie auch in zahlreichen anderen Situation im Leben, trotz größter Sorgfalt der Vereine, leider nie gänzlich ausgeschlossen werden, dass Schutzbefohlene in Situation geraten, die für sie unangenehm oder gar verletzend sind. Dabei definiert man verschiedene Formen von sexualisierter Gewalt, die allerdings alle in gleicher Weise für Kinder und Jugendliche weitreichende und prägende Konsequenzen haben können.

An erster Stelle und im Interesse aller Beteiligten steht, Kinder vor jeglicher Auseinandersetzung mit dieser Materie zu schützen und bestmöglich präventiv bei diesem Thema zu arbeiten. Dies kann allerdings nicht dadurch geschehen, dass Vereine das Thema tabuisieren oder ignorieren. Wer offensiv mit dem Thema umgeht, zeigt nicht nur, dass innerhalb des Vereins bereits eine Grundhaltung geschaffen wurde, sondern auch dass der Verein Verantwortung übernimmt und sich der Ernsthaftigkeit der Aufgabe bewusst ist.

Um Vereine bei dieser Aufgabe zu unterstützen, haben der DFB und seine Landesverbände mit ihrer Broschüre „Kinderschutz im Verein“ einen Leitfaden erstellt, der jedem Verein die Möglichkeit gibt sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und je nach den individuellen Gegebenheiten im Verein oder persönlich Maßnahmen zu treffen.

Zusätzliche Unterstützung bei dem Thema Prävention von sexualisierter Gewalt bieten wir in Kooperation mit dem Landessportbund Bremen, um sexualisierte Gewalt zu thematisieren, bevor ein Verein durch einen Vorfall unmittelbar und unvorbereitet damit konfrontiert wird. Um dies fachgerecht durchführen zu können, gibt es neben Kurzschulungen auch die Möglichkeit von umfangreichen Seminaren mit geschulten Referent/innen durch den LSB Bremen. Dies soll nicht nur den Vereinen als Organisation Hilfestellung bieten, sondern ebenso jedem Aktiven wie Trainern/innen, Betreuer/innen oder Spieler/innen.

Dabei steht der Bremer Fußball-Verband selbstverständlich als erster Ansprechpartner zur Verfügung, wenn Termine gewünscht werden und begleitet die Vereine während dieser Gespräche.

Wir sind für unsere Vereine auch in konkreten Fällen Ansprechinstanz – zum Schutze aller Betroffenen mit einem Höchstmaß an Diskretion. Für weitergehende Beratung im Einzelfall kann der Fußball-Verband auch den direkten Kontakt zu einer geschulten Institution vermitteln.

Informationsmaterial, Mustervorlagen und Merkblätter

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat neben der Broschüre „Kinderschutz im Verein“ zahlreiche Mustervorlagen und Merkblätter zusammengestellt, die kostenfrei von der DFB-Webseite heruntergeladen werden können.

zur DFB-Webseite

Ansprechperson:

Sebastian Loennies

Telefon: 0174-306 05 33 Telefax: 0421-791 66 50