Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Bremen und Bremerhaven eine Warnung vor starker Wärmebelastung ausgesprochen. Zusätzlich weist der DWD auf eine Belastung durch verringerte nächtliche Abkühlung hin, insbesondere in den dicht bebauten Stadtgebieten von Bremen und Bremerhaven. Die Hitzewarnung wird voraussichtlich bis Sonntag, 28. Juni 2026, gelten.
Temperaturen von mehr als 35 Grad mögen im Freibad ein Vergnügen sein, können auf dem Fußballplatz jedoch im schlimmsten Fall gesundheitsgefährdend werden. Der BFV bittet Vereine, Trainerinnen, Schiedsrichterinnen und Mannschaftsverantwortliche daher, bei Training und Spielen besonders umsichtig zu handeln und geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.

Abkühlung ist bei diesen Temperaturen wichtig. (Foto: KI-genriert)
Grundsätzlich sollten Präventionsmaßnahmen bereits ab Temperaturen von 30 Grad Celsius angewendet werden. Dazu gehören insbesondere ausreichende Trinkpausen, Schattenmöglichkeiten, Sonnenschutz und eine gute Versorgung mit Flüssigkeit. Bei Temperaturen von mehr als 35 Grad, beziehungsweise bei mehr als 32 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von über 80 Prozent, sollten Spielverlegungen in die Abendstunden oder auf einen anderen Termin geprüft werden. Ab 40 Grad Celsius sollte zwingend kein Spiel- oder Trainingsbetrieb mehr stattfinden.
Wenn es organisatorisch möglich ist, sollten Spiele und Trainingseinheiten außerhalb der größten Hitze stattfinden. Eine Verlegung in die Abendstunden kann helfen, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und die Belastung für Spielerinnen, Schiedsrichterinnen und Zuschauende deutlich zu reduzieren. Nicht sinnvoll ist es dagegen, Trainingseinheiten bewusst in die Mittagshitze zu legen, um sich vermeintlich an die Bedingungen eines Pflichtspiels zu gewöhnen. Eine solche zusätzliche Belastung bringt keinen entscheidenden Anpassungseffekt, erhöht aber das gesundheitliche Risiko.
Besonders wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Spielerinnen, Schiedsrichterinnen und Zuschauende sollten regelmäßig trinken, auch wenn noch kein starkes Durstgefühl besteht. Geeignet sind vor allem Wasser, Saftschorlen oder Tee. Vereine sollten nach Möglichkeit ausreichend Wasser bereitstellen und auch für Zuschauende eine einfache Versorgung mit Getränken ermöglichen.
Auch der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung spielt eine wichtige Rolle. Für Aktive wird Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor empfohlen. Torhüterinnen und Torhüter können zusätzlich von einer hellen Kappe profitieren. Für Zuschauende sind Kopfbedeckungen, helle Kleidung und Schattenplätze sinnvoll. Große Schirme, Dächer oder andere Schattenmöglichkeiten können ebenso helfen wie Wassernebel oder einfache Möglichkeiten zur Abkühlung.
Für den Spielbetrieb können Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter Trink- und Kühlpausen ansetzen. Diese sollten bei hohen Temperaturen großzügig genutzt werden, insbesondere im Kinder- und Jugendfußball. Auch in der Halbzeit sollten Besprechungen möglichst im Schatten stattfinden. Kühlende Maßnahmen wie nasse Handtücher, Eispacks, kalte Getränke oder Wasser zur äußeren Abkühlung können zusätzlich helfen, die Körpertemperatur zu senken.
Bei Anzeichen hitzebedingter Beschwerden ist sofort zu reagieren. Betroffene Personen sollten umgehend aus der Sonne gebracht, mit Flüssigkeit versorgt und gekühlt werden. Bei Kreislaufproblemen, Bewusstseinstrübungen oder dem Verdacht auf Sonnenstich, Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag ist unverzüglich medizinische Hilfe zu holen.
Der BFV appelliert an alle Beteiligten, die Wetterlage aufmerksam zu verfolgen und die Gesundheit aller Aktiven und Zuschauenden in den Mittelpunkt zu stellen. Im Zweifel gilt: Vorsicht geht vor.
[oba]
