Der 1. BFV-Kleinfeld-Cup hat seine Premiere gefeiert. Das neue Turnierformat des Bremer Fußball-Verbandes richtet sich an alle, die Fußball in lockerer, fairer und gemeinschaftlicher Atmosphäre erleben möchten, unabhängig davon, ob sie in einem Verein aktiv sind oder nicht.
Beim Pilotturnier auf der BSA Gröpelingen im Rahmen des Wochenendes des Amateurfußballs waren vier Teams dabei, die in einer einfachen Runde im Modus „jeder gegen jeden“ gegeneinander antraten. Gespielt wurde jeweils einmal zwölf Minuten. Schon die Zusammensetzung der Mannschaften zeigte, wofür das neue Format steht. Ein Team bestand aus Spielern einer ehemaligen Jugendmannschaft, die nach längerer Zeit wieder gemeinsam auf dem Platz stehen wollten. Eine weitere Mannschaft setzte sich aus Arbeitskollegen zusammen, außerdem waren ein Freundeskreis und sogar eine Familie mit eigenen Teams dabei. Damit wurde der Grundgedanke des Kleinfeld-Cups direkt bei der Premiere sichtbar: Fußball soll niedrigschwellig, offen und gemeinschaftlich erlebbar sein.

Trotz vollem Einsatz verliefen alle Spiele fair und respektvoll. (Foto: David Dischinger)
Auch sportlich bot das Turnier enge Spiele und knappe Ergebnisse. Im Mittelpunkt standen die Resultate allerdings bewusst nicht. Zwar gibt es eine Tabelle anhand der Ergebnisse, diese wird aber noch um eine Fair-Play-Wertung ergänzt. Die entsprechende Umfrage unter den teilnehmenden Teams läuft derzeit noch, sodass die Abschlusstabelle am Ende von den reinen sportlichen Resultaten abweichen kann. Genau das ist Teil des Konzepts: Nicht nur Tore und Punkte zählen, sondern auch der Umgang miteinander.
Dieser Ansatz war bereits im Vorfeld spürbar. Die Mannschaften trafen sich vor dem Turnier gemeinsam, legten die Regeln selbst fest und gaben sich einen Verhaltenskodex. Unterschrieben werden musste dieser von allen Spielerinnen und Spielern, die am Turnier teilnehmen wollten. Entsprechend fair und ruhig verliefen auch die Spiele. Auf Schiedsrichter wurde bewusst verzichtet, strittige Situationen regelten die Teams eigenständig auf dem Platz.

Vier Teams gingen beim Pilotturnier an den Start. (Foto: David Dischinger)
„Das war ein gelungener Auftakt für den BFV-Kleinfeld-Cup“, sagt Helena Lämmerhirt, Projektleiterin von „Moin Fairness!“, zu dem das Turnier ebenfalls gehört. „Das Format hat Fair Play schon vor dem ersten Anpfiff gefördert, weil sich die Teams selbst mit Regeln und Verhalten auseinandergesetzt haben. Dieser Gedanke wurde dann auch auf dem Platz gelebt. Alle Spielerinnen und Spieler hatten ihren Spaß, und genau darum sollte es gehen.“
Nach den Spielen klang die Premiere gemeinschaftlich aus: Im Anschluss an das Turnier wurde zusammen gegrillt. Weiter geht es mit dem BFV-Kleinfeld-Cup am 25. September am Hohweg. Neben den vier Teams des Pilotturniers können dann auch weitere Mannschaften teilnehmen. Anmeldungen sind ab dem 1. August über das Online-Formular möglich.
[oba]
