Mit gleich zwei Teams ist Bremen bei der Deutschen Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen vertreten. Vom 31. August bis 3. September treten die Frauen- und die Männermannschaft des Martinshofs Bremen in der Sportschule Duisburg-Wedau gegen Teams aus ganz Deutschland an.
Seit dem Jahr 2000 wird die Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen ausgetragen. Organisiert wird die Veranstaltung gemeinsam von der DFB-Stiftung Sepp Herberger und der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM). Neben dem sportlichen Wettbewerb stehen insbesondere Fairness, Teamgeist und Inklusion im Mittelpunkt.

Das Männerteam vom Martinshof ist bereits zum 15. Mal dabei. (Foto: BFV)
Im Männerwettbewerb ist jedes der 16 Bundesländer mit einer Mannschaft vertreten. Die Teams haben sich über ihre jeweiligen Landesmeisterschaften für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Für Bremen geht der Martinshof an den Start. Im Frauenwettbewerb, der am Donnerstag ausgetragen wird, kämpfen fünf Mannschaften aus Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein um den Titel.
Der Martinshof gehört zu den größten und ältesten Werkstätten Deutschlands und ist an mehr als 30 Standorten im Bremer Raum aktiv. Fußball hat dort bereits seit vielen Jahren einen festen Platz. Die Männer-Fußballmannschaft wurde 2004 gegründet und hat seitdem 14 Mal an der Deutschen Meisterschaft teilgenommen. Im vergangenen Jahr belegte das Bremer Team den 13. Platz.

Das Frauenteam belegte im vergangenen Jahr den fünften Platz. (Foto: Carsten Kobow)
Auch die Frauen des Martinshofs verfügen inzwischen über reichlich Erfahrung auf nationaler Ebene. Seit 2016 gibt es eine eigene Frauenmannschaft. Bei den vergangenen drei Deutschen Meisterschaften erreichten die Bremerinnen jeweils den fünften Platz. Auch diesmal wollen sie Bremen in Duisburg bestmöglich vertreten und sich mit den Mannschaften aus den anderen Bundesländern messen.
Neben den Ergebnissen auf dem Platz spielt bei der Meisterschaft auch das faire Miteinander eine wichtige Rolle. So wird erneut ein Fair-Play-Pokal an die Mannschaft vergeben, die sich während des Turniers besonders vorbildlich präsentiert. Das gemeinsame Fußballerlebnis soll dazu beitragen, Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen zu schaffen und Inklusion sichtbar zu leben.
Auch abseits des Rasens wartet auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm. Unter anderem ist ein Besuch bei Bayer 04 Leverkusen vorgesehen. Bei einer Stadionführung durch die BayArena können die Teams einen Blick hinter die Kulissen des Bundesligisten werfen.
[fge/oba]
