Martinshof Bremen holt Fair-Play-Preis bei Deutscher Meisterschaft

10. September 2026

Mit einer Damen- und einer Herrenmannschaft vertrat der Martinshof Bremen das Land Bremen bei der Deutschen Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen. Während die Herren den 14. Platz belegten, erreichten die Damen Platz fünf. Für ein besonderes Highlight sorgten die Herren mit dem Gewinn des Fair-Play-Preises. Zudem erlebten die Bremer Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem Besuch in der BayArena eine besondere Begrüßung durch Fußball-Weltmeister Rudi Völler.

Vom 31. August bis zum 3. September 2026 trafen die Mannschaften bei der Deutschen Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in der Sportschule Wedau auf Teams aus ganz Deutschland. Neben dem sportlichen Wettbewerb standen dabei vor allem Gemeinschaft, Begegnung, Fairness und die Freude am Fußball im Mittelpunkt.

Die Frauen vom Martinshof Bremen. (Foto: privat)

Die Frauen vom Martinshof Bremen. (Foto: privat)

Sportlich belegte die Herrenmannschaft des Martinshofs den 14. Platz von 16 teilnehmenden Teams. Die Damenmannschaft erreichte den 5. Platz von fünf Mannschaften. Besonders stolz dürfen die Bremer Herren jedoch auf eine Auszeichnung sein, die über das sportliche Abschneiden hinausgeht: Die Mannschaft wurde mit dem Fair-Play-Preis ausgezeichnet.

Damit würdigten die Veranstalter das vorbildliche Verhalten des Teams während des gesamten Turniers. Die Herren des Martinshofs setzten ein besonderes Zeichen für Respekt, gegenseitige Wertschätzung und Fairness auf und neben dem Platz.

Begleitet wurde die Herrenmannschaft während der Meisterschaft von Florian Gerdes, Event-Inklusionsmanager beim Bremer Fußball-Verband. Er unterstützte das Team während der Turniertage vor Ort und stand den Spielern als Ansprechpartner zur Seite. Die Begleitung unterstreicht das Engagement des BFV für Teilhabe und inklusive Fußballangebote.

Die Männer vom Martinshof Bremen. (Foto: privat)

Die Männer vom Martinshof Bremen. (Foto: privat)

Auch abseits der Spiele erlebten die Bremer Teilnehmerinnen und Teilnehmer besondere Momente. Ein Höhepunkt war der Besuch der BayArena. Dort wurden die Mannschaften persönlich von Fußball-Weltmeister und DFB-Sportdirektor Rudi Völler begrüßt. Auch die zweifache Fußball-Europameisterin Célia Šašić zeigte sich beeindruckt vom Zusammenhalt der Spielerinnen und Spieler: „Fußball lebt vom Miteinander. Das habe ich heute auf dem Platz und auf der Tribüne gespürt. Die Teams haben um jeden Ball gekämpft und gleichzeitig gezeigt, worum es hier geht – um Freude am Spiel, um Respekt untereinander und um das Gefühl, Teil einer Mannschaft zu sein.“

Andrea Stratmann, Vorstandsvorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM), unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Meisterschaft über den sportlichen Wettbewerb hinaus: „Auch wenn Tore und Siege bei einem Fußball-Turnier natürlich wichtig sind, entfaltet die Deutsche Meisterschaft der Werkstätten ihre Wirkung weit darüber hinaus: Sie schafft Sichtbarkeit und Anerkennung für Menschen mit Behinderungen und verdeutlicht damit, wie ein inklusives und faires Miteinander in unserer Gesellschaft gelingen kann. Dass bei der Meisterschaft in diesem Jahr erstmals ein inklusives Schiedsrichter-Team eingesetzt war, unterstreicht diesen Anspruch noch einmal.“

Am Ende gab es etwas zum Jubeln für die Bremer. (Foto: privat)

Am Ende gab es etwas zum Jubeln für die Bremer. (Foto: privat)

Die Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten wird von der DFB-Stiftung Sepp Herberger und der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) ausgerichtet. Sie macht bundesweit sichtbar, welchen wichtigen Beitrag der Sport zu Teilhabe, Begegnung und Inklusion leisten kann.

Für den Martinshof Bremen war die Teilnahme der beiden Mannschaften deshalb nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern auch eine besondere Gelegenheit, Bremen auf dieser Fußballbühne zu repräsentieren. Der Fair-Play-Preis der Herrenmannschaft zeigt dabei eindrucksvoll, dass sportlicher Erfolg nicht allein an Tabellenplätzen gemessen wird. Teamgeist, Respekt und ein faires Miteinander gehören ebenso zum Erfolg.

[fge/ddi]

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