Der Amateurfußball in Deutschland lebt vom Ehrenamt – und genau dieses Engagement würdigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der Auszeichnung „Club 100“. Die Ehrungsveranstaltung fand im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund statt. Daran nahmen neben DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vizepräsident Peter Frymuth auch Drittligaschiedsrichterin Davina Lutz und der frühere BVB-Keeper Roman Weidenfeller teil. Das neue „Club 100“-Mitglied aus Bremerhaven Fred Hübner war zusammen mit BFV-Vizepräsidentin und der Vorsitzenden des BFV-Ehrenamtsausschusses Ulrike Geithe sowie Rune Orb aus dem Hauptamt vor Ort, um die Ehrung entgegenzunehmen.
Fred Hübner vom ESC Geestemünde, im Verein besser bekannt als „Barny“, wurde zunächst als Ehrenamtspreisträger in Bremerhaven ausgezeichnet und anschließend in Dortmund in den „Club 100“ des DFB aufgenommen. Die offizielle Vereinsehrung fand bereits am 26. April 2026 auf der Sportanlage des ESC Geestemünde statt. Im Rahmen der Auszeichnung erhält Barny ein Jahr lang das DFB-Journal, zudem wurden dem Verein zwei Mini-Tore sowie ein Ballsack mit fünf Bällen übergeben. Im September folgt ein weiteres Highlight: ein Dankeschön-Wochenende in Bad Malente, ausgerichtet von den Landesverbänden.
Barny ist ein echtes Urgestein des Vereins. Seit 1993 engagiert er sich in unterschiedlichsten Bereichen – von der unentgeltlichen Platzpflege über die Organisation der früheren Stadthallenturniere und des Erich-Neubauer-Turniers bis hin zu Umbauten, Instandsetzungen und der Koordination mit Handwerkern und dem Sportamt. Er besitzt die B-Lizenz und ist bei Heimspielen als Stadionsprecher im Einsatz. Über Jahrzehnte hinweg war und ist er die treibende Kraft im Hintergrund. Seine Loyalität zum Verein und seine tiefe Verbundenheit zum Fußballplatz prägen sein Leben – und machen ihn für den ESC Geestemünde zu weit mehr als einen Funktionsträger.

Ehrungsveranstaltung „Club 100“ in Dortmund. (Foto: Leon Kügeler/picture alliance/DFB)
„Ehrenamtliches Engagement hält unseren Fußball am Laufen“, sagt Peter Frymuth. „Ohne die vielen Menschen, die Woche für Woche Zeit und Leidenschaft in den Amateurfußball investieren, wäre der Trainings- und Spielbetrieb in dieser Form nicht möglich. Was ihr leistet, verdient größte Anerkennung und Unterstützung. Ihr seid Vorbilder, und dafür möchte ich euch ausdrücklich danken.“
„Jeder einzelne Ehrenamtler leistet Enormes“
Bernd Neuendorf erklärt: „Der Amateurfußball lebt davon, dass Menschen sich einbringen – auf und neben dem Platz. Jeder einzelne Ehrenamtler leistet Enormes, ohne im Rampenlicht zu stehen. Diese Menschen sind das Rückgrat der mehr als 24.000 Vereine aus unseren Regional- und Landesverbänden. Sie sorgen für Gemeinschaft und Gemeinsinn und sind unerlässlich für den Fußball, aber auch für die Gesellschaft.“

DFB-Präsident Bernd Neuendorf (Mitte) und DFB-Vizepräsident Peter Frymuth (links) zusammen mit BFV-Vizepräsidentin Ulrike Geithe (2.v.l.), Club 100-Mitglied Fred Hübner (2.v.r.) sowie Rune Orb aus dem BFV-Hauptamt (rechts). (Foto: Leon Kügeler/picture alliance/DFB)
Bereits seit 1997 verleiht der DFB in Zusammenarbeit mit seinen Landesverbänden jährlich den „DFB-Ehrenamtspreis“. Jeder Verein hat hierbei die Möglichkeit, hochengagierte Vereinsmitarbeiter*innen für die Auszeichnung vorzuschlagen, aus denen 257 Preisträger*innen ausgewählt. Die Kreissieger*innen werden, stellvertretend für viele weitere herausragend engagierte Vereinsmitarbeiter*innen, für ihre hervorragenden ehrenamtlichen Leistungen ausgezeichnet.
Aus allen Kreissieger*innen werden in der Folge die 100 engagiertesten Ehrenamtlichen ausgewählt und für ein Jahr in den „Club 100“ des DFB aufgenommen. Die neuen Mitglieder erwartet neben der Einladung zur offiziellen DFB-Ehrungsveranstaltung auch der Besuch eines Länderspiels der A-Nationalmannschaft.
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