Entwicklung Spielbetrieb

Die Maßnahmen im Handlungsfeld „Entwicklung Spielbetrieb“ widmen sich vor allem den Veränderungen und Anpassungen, denen sich der Amateurfußball aufgrund des gesellschaftlichen Wandels (u. a. Schule und Arbeitsmarkt, Demografie, Freizeitverhalten) stellen muss.

entwicklung_spielbetriebMit flexiblen Regelungen zur Gestaltung des Spielbetriebs wird sichergestellt, dass alle am Fußballsport interessierten Menschen – Mädchen und Jungen, Frauen und Männer, Jüngere und Ältere, Freizeitsportler und ambitionierte Amateurfußballer –  wohnortnah alters- und anspruchsgerechte Spiel- und Wettbewerbsangebote wahrnehmen können.

Dazu gilt es auch, neue Fußballangebote wie Futsal und Beachsoccer zu implementieren, die sowohl etablierte als auch neue Zielgruppen ansprechen.

Sicherheit und Fair Play im Amateurfußball sind eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Mit Maßnahmen wie der Auszeichnung der Fair-Play-Geste des Monats, der Verteilung einheitlicher Ordnerwesten an die Vereine und der Umsetzung der Fair Play-Liga wird diesem Bereich jetzt noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Im Rahmen der Fair Play-Liga werden bereits unsere jüngsten Fußballerinnen und Fußballer mit grundlegenden Fair Play-Gedanken wie Respekt und Eigenverantwortung vertraut gemacht, aber auch Spielfreude und und Selbstvertrauen gefördert.

Im Nachfolgenden erhalten Sie detailliertere Informationen zu den einzelnen Projekten aus dem Handlungsfeld Entwicklung Spielbetrieb.

Wie andere Bereiche des öffentlichen Lebens agiert auch der Amateurfußball in einem Umfeld von besonderen gesellschaftlichen Herausforderungen:

 

  • Demografische Entwicklung
  • Räumliche und zeitliche Flexibilisierung der Lern- und Arbeitswelt
  • Verändertes Freizeit-, Medien- und Sportverhalten (Wertewandel)
  • Sportstätten-Infrastruktur sowie Beschränktheit der öffentlichen Finanzen

 

Unter diesen Umständen ist es das oberste Ziel, den Amateurfußball als breites sportliches Freizeitangebot und als Basis für den Leistungsfußball zu sichern.

 

Auf dem Amateurfußballkongress in Kassel 2012 haben Vertreter aller Bereiche klare Vorstellungen zur Sicherung des flächendeckenden Fußballangebots und Spielbetriebs durch systematische Anwendung von Flexibilisierungsmöglichkeiten formuliert. Der DFB-Masterplan fordert, Fußballangebote unter den gegebenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dauerhaft zu erhalten und attraktiv zu gestalten. Dazu sind Möglichkeiten zur Flexibilisierung des Spielbetriebs und der Wettbewerbsangebote zu schaffen und das fußballsportliche Angebotsspektrum für alle Altersklassen und Zielgruppen zu erweitern.

 

Bereits umgesetzte Flexibilisierungsmaßnahmen:

 

  • Wiederholtes Ein- und Auswechseln
  • Teilnahme von kleineren Mannschaften am Spielbetrieb
  • Zweitspielrecht
  • Spielgemeinschaften
  • Jugendfördervereine

 

 

Futsal ist schneller, technischer, aber auch fairer als der „normale“ Fußball bzw. dessen Hallenvariante. Die Rede ist von der offiziellen Hallenfußballvariante der FIFA, kurzum: Futsal ist die moderne Art des Hallenfußballs. Futsal erlaubt einen leichten Einstieg in den Fußballsport und ist deshalb auch besonders für Schulen geeignet. Der Bremer Fußball-Verband wird daher seine Verbandswettbewerbe in der Halle zukünftig nur noch nach Futsal-Regeln austragen.

 

futsaldfbLangfristiges Ziel beim Futsal ist eine bundesweite Liga und eine Futsal-Nationalmannschaft. Dazu sind aber weiter intensiv Strukturen, vor allem in den Landes- und Regionalverbänden, mit Unterstützung des DFB, aufzubauen. Eine qualifizierte Ausbildung von Trainern und Schiedsrichtern hat dabei eine hohe Priorität. Für Vereine, Spieler und Funktionäre bietet der Bremer Fussball-Verband deshalb eine umfangreiche Futsal-Kurzschulung an.

 

beachsoccer

(Foto: Sven Peter)

Der Fußball möchte sich auch der modernen Freizeitgestaltung und dem Funsport öffnen und neue Zielgruppen gewinnen. Im Sommer werden daher bundesweit Beachsoccer-Events stattfinden, bei denen der Spaß und der Erlebnischarakter im Mittelpunkt stehen. „Strand, Sonne und Musik ergeben einen besonderen Flair.“ Beste Voraussetzungen also, damit Beachsoccer in Zukunft an Beliebtheit gewinnt.

 

 

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Futsal

Beachsoccer

fairplayFußball benötigt Fair Play. Es geht hierbei um mehr als bloß um geschriebene Regeln. Fair Play zeichnet sich nicht dadurch aus, dass du als Spieler etwas aufgrund von Regeln machen musst, sondern dass du es freiwillig tust. Der Fair-Play-Gedanke zielt darauf ab, sportlich gegeneinander anzutreten, doch bei allem Wettkampf und Rivalität dennoch fair und respektvoll zu handeln.

 

In Verbindung mit der Amateurfußballkampagne „UNSERE AMATEURE. ECHTE PROFIS.“ kümmern sich DFB und Landesverbände auch auf den Kreisligaplätzen um mehr Sicherheit. Im Juli 2014 erhielten rund 22.000 Fußballklubs jeweils vier Ordnerwesten für ihre Spiele. Denn ein Modellversuch im Württembergischen Fußballverband hat bewiesen: Diese Maßnahme zeigt positive Wirkung.

 

ordnerwesten

(Foto: DFB)

Die Untersuchung zur Wirksamkeit der Ordnerwesten bestätigte: 76 Prozent der 2600 befragten Schiedsrichter fühlten sich durch den Einsatz der Ordner deutlich sicherer. Keine ganz so unwichtige Entwicklung angesichts rückläufiger Zahlen bei den Unparteiischen. Der DFB sorgt nun mit dem Versand von knapp 100.000 Ordnerwesten für die Verbreitung einer wirksamen Maßnahme.

 

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Fair Play

dfbnet_logoIIDFBnet unterstützt Prozesse auf Verbands- und Vereinsebene
DFBnet ist ein hochleistungsfähiges Gesamtsystem, das mit seinen vernetzten Modulen einen Großteil der organisatorischen Prozesse auf Verbands- und Vereinsebene unterstützt. Die Basis bildet eine zentrale Datenbank, auf die alle integrierten Komponenten zugreifen. Welche der über 500.000 zumeist ehrenamtlichen Anwender dabei welche Inhalte einsehen und nutzen dürfen, regelt das Rechte- und Rollenkonzept der DFBnet Benutzerverwaltung.

 

Herzstück von DFBnet sind die unter der Dachmarke DFBnet SpielPLUS gebündelten Anwendungen rund um die Organisation des Spielbetriebs. Über 5.000 Staffelleiter verwalten und terminieren darüber ihre Meisterschaftsstaffeln, Pokal- und Turnierwettbewerbe. So werden etwa 1,7 Millionen Spiele pro Saison – von den G-Junioren bis zu den Alten Herren, von der Kreisklasse bis zum DFB-Pokal in DFBnet erfasst. Bis eine Stunde nach Abpfiff meldet die Heimmannschaft online, per Mobile-App oder SMS ihr Ergebnis und komplettiert dadurch den Datenbestand.

 

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DFBnet

 

Ansprechpartner

Gero Groenhoff

Koordinator für Fußballentwicklung

Telefon: 0421-791 66 44 Telefax: 0421-791 66 50