Die Geschichte des Beachsoccer

In den vergangenen zehn Jahren hat Beach Soccer von Brasiliens Stränden aus die Herzen von Millionen von Fans auf der ganzen Welt erobert.

Der Auftritt großer internationaler Stars wie des Brasilianers Junior Negão, der Portugiesen Alan und Madjer sowie des spanischen Spitzenspielers Amarelle hat dazu beigetragen, eine wachsende Fangemeinde an die Fernsehbildschirme in über 170 Ländern zu locken und den Beach Soccer zu einer der am schnellsten wachsenden Sportarten weltweit zu machen. Auch die internationale Werbewirtschaft hat mittlerweile sein großes Potenzial entdeckt.

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(Foto: Sven Peter)

Beach Soccer wurde „aus Spaß“ schon seit vielen Jahren überall auf der Welt und in vielen verschiedenen Formen gespielt. Erst 1992 wurden jedoch Spielregeln aufgestellt und anlässlich eines ersten Turniers in Los Angeles getestet. Im folgenden Sommer wurde in Miami Beach das erste Profi-Strandfussball-Turnier organisiert, an dem die USA, Brasilien, Argentinien und Italien teilnahmen. Es sollte ein historisches Ereignis werden.

Im April 1994 fand die erste Veranstaltung statt, die auch im Fernsehen übertragen wurde. Schauplatz war der weltberühmte Copacabana-Strand in Rio de Janeiro. Ein Jahr später wurden in der Stadt die ersten Beach-Soccer-Weltmeisterschaften abgehalten. Bei dieser WM-Premiere siegten die brasilianischen Gastgeber. Der Erfolg des Turniers weckte ein derartiges internationales Interesse, dass bereits 1996 die erste Pro Beach Soccer Tour ins Leben gerufen wurde.

 

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(Foto: Sven Peter)

Diese erste Pro Beach Soccer Tour umfasste insgesamt 60 Partien innerhalb von zwei Jahren in Südamerika, Europa, Asien und den USA und lockte große Namen auf dem Spielfeld wie auch außerhalb an. Das Interesse, das die Tour in Europa geweckt hatte, führte zur Einrichtung der European Pro Beach Soccer League (EPBSL) im Jahr 1998, die eine solide Infrastruktur für die weitere Professionalisierung dieser spektakulären Sportart auf allen Ebenen bot. Die EPBSL, mittlerweile auch als Euro BS League bezeichnet, vereint Veranstalter auf dem ganzen Kontinent und befriedigt auch die Nachfrage von Medien, Sponsoren und Fans. Nur vier Jahre nach der Gründung wurde der erste erfolgreiche Schritt zur Errichtung einer legitimen weltweiten Wettbewerbsstruktur für den Sport des Pro Beach Soccer unternommen.

Die europäische Strandfussball-Liga boomte, und die spannende Saison 2004 endete mit einem mitreißenden Endspiel, in dem Spanien die Mannschaft Portugals knapp schlug.

In den nächsten vier Jahren sollten weitere Fortschritte auf dem Platz wie auch außerhalb gemacht werden, und bald wurde die Euro BS League zur stärksten Beach-Soccer-Liga weltweit. Im Jahr 2004 hatten 17 Nationen Mannschaften gemeldet. Für 2005 wurde bereits ein weiterer Anstieg auf mehr als 20 Länder in der Euro BS League verzeichnet. Weltweit gab es in mehr als 70 Ländern Strandfussball-Veranstaltungen.

2005 nahm die FIFA den Beach Soccer in die Fussballfamilie auf und richtete die erste FIFA Beach-Soccer-WM an der Copacabana in Rio de Janeiro aus. Im Finale bezwang Frankreich mit Eric Cantona Portugal, während der große Favorit Brasilien nicht über das Halbfinale hinaus kam.

Im folgenden Jahr nahmen erstmals 16 Mannschaften an der Endrunde teil, und Brasilien sicherte sich den ersten Titel. Es sollten drei weitere Triumphe in Serie folgen, ehe Russland 2011 in Italien die Oberhand behielt. Die bisherletzte Auflage fand 2013 in Tahiti in der Stadt Papetee statt. Nach einem Finalsieg über Spanien konnte Russland seinen Titel verteidigen.

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Gero Groenhoff

Koordinator für Fußballentwicklung

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