Passstelle

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Pass-Online ist das wichtigeste Werkzeug bei der Betragung von Spielberechtigungen.

Das nationale Passwesen des DFB ist eine softwarebasierte Datenbank, die bundesweit alle Spielerinnen und Spieler beinhaltet, die eine Spielberechtigung für einen Fußballverein aus Deutschland besitzen oder besaßen. Aufgrund der Vernetzung aller 21 Landesverbände des DFB hat sich das Verfahren bei der Beantragung von Spielerpässen im Laufe der Jahre verändert.

Am Anfang steht der Antrag. Sobald ein Spieler beginnt, Fußball zu spielen, benötigt er hierfür eine Spielberechtigung. Wechselt er im Laufe seiner Karriere den Verein, muss auch dies ordnungsgemäß abgewickelt werden. Ist ein Vereinswechsel innerhalb des Verbandes oder innerhalb Deutschlands oft schon kompliziert genug, wird es er richtig spannend, wenn ein Spieler über die Staatsgrenzen hinaus den Club wechselt.

Da all diese Vorgänge vom jeweiligen Verein des Spielers beantragt werden müssen, stellen wir unseren Vereinen an dieser Stelle alle Informationen rund um das Thema „Spielberechtigung“ zusammen. Neben den Grundsätzen bei der Beantragung einer Spielberechtigung, werden auch der Vereinswechsel, der internationale Vereinswechsel sowie das Zweit- und Gastspielrecht behandelt. Auch auf die Vertragsspieler wird eingegangen.

Obwohl inzwischen rund 90% aller Passanträge online abgewickelt werden können, ist in einigen besonderen Fällen noch immer ein Papierformular erforderlich. Alle infrage kommenden Formulare haben wir weiter unten zusammengestellt.

Informationen und Formulare

Durch einen Klick auf den jeweiligen Themenbereich erhalten Sie alle wichtigen Informationen und Formulare zu den einzelnen Antragsarten auf einen Blick:

Die Erstausstellung einer Spielberechtigung für deutsche Spieler beantragt der Verein grundsätzlich online über das DFBnet. Mit dem Onlineantrag versichert der Verein, dass er folgende Dokumente vom Spieler vorliegen hat:

 

  • Mitgliedsantrag
  • die Kopie eines amtlichen Dokumentes, aus dem die Staatsangehörigkeit hervorgeht (z.B. Reisepass, Personalausweis)
  • bei Minderjährigen zusätzlich: ärztliches Attest

 

Diese Dokumente muss der Verein zwei Jahre lang aufbewahren. Der BFV nimmt stichprobenartig Kontrollen dieser Unterlagen vor.

 

Beantragt ein Verein eine Erstausstellung für einen Spieler, der bereits ein laufendes Spielrecht besitzt, wird der Antrag auf Erstausstellung abgewiesen und der Verein muss stattdessen einen Vereinswechsel vornehmen.

 

Bei der Erstausstellung einer Spielberechtigung für Spieler, die keine deutsche Staatsangehörigkeit haben, muss stets ein internationaler Freigabeschein beantragt werden. Informationen hierzu finden Sie unter „Internationale Freigabe“.

Der Vereinswechsel von Amateuren ist gemäß der DFB-Bestimmungen innerhalb folgender Zeitfenster möglich:

 

Wechselperiode I:
01.07. bis 31.08. (bei Abmeldung bis zum 30.06.)

 

Wechselperiode II:
01.01. bis 31.01. (bei Abmeldung bis zum 31.12. und Zustimmung des abgebenden Vereins)

 

Außerhalb dieser Zeitfenster oder ohne die erforderliche Zustimmung gelten folgende Wartefristen:

 

Sechs Monate ab dem letzten Pflichtspiel:

  • Senioren/ Seniorinnen
  • A- bis C-Junioren/Juniorinnen ohne Zustimmung des abgebenden Vereins

 

Drei Monate ab dem letzten Pflichtspiel:

  • D- bis F-Junioren/ Juniorinnen ohne Zustimmung des abgebenden Vereins
  • A- bis F-Junioren/ Juniorinnen mit Zustimmung des abgebenden Vereins

 

Die Wartefrist kann für konkrete Beispiele in unserem

 

Wartefristen Planspiel

 

berechnet werden. Es handelt sich hierbei um eine reine Orientierungshilfe. Das ermittelte Ergebnis ist daher unverbindlich.

 

In folgenden Fällen kann ein Wegfall dieser Wartefrist beantragt werden:

 

  • Wenn der neue Verein einer Rückkehr zum alten Verein zustimmt, und der Spieler noch kein Pflichtspiel für den neuen Verein bestritten hat.
  • Wenn ein Spieler während des Laufes einer Wartefrist aufgrund der Nichtzustimmung zum Vereinswechsel zu seinem alten Verein zurückkehrt und noch kein Spiel für den neuen Verein gespielt hat.
  • Wenn ein Spieler während oder innerhalb eines Monats nach Beendigung der Wehrpflicht oder des Zivildienstes zu seinem alten Verein zurückkehrt, unabhängig davon, ob er während der Ableistung der Wehrpflicht oder des Zivildienstes die Spielberechtigung für einen anderen Verein erhalten hatte.
  • Wenn Spieler, die zu Studienzwecken für eine befristete Zeit ihren Wohnsitz gewechselt und bei einem Verein ihres Studienortes gespielt haben, zu ihrem alten Verein zurückkehren.
  • Bei einem Zusammenschluss mehrerer Vereine zu einem neuen Verein für die Spieler, die sich dem neu gegründeten Verein anschließen. Erklären Spieler der sich zusammenschließenden Vereine innerhalb 14 Tagen nach vollzogenem Zusammenschluss, bei einem Zusammenschluss zum 01.07. im Zeitraum 01. bis 14.07., dem neu gebildeten Verein als Spieler nicht angehören zu wollen, können sie auch ohne Wartefrist die Spielerlaubnis für einen anderen Verein erhalten.
  • Bei Auflösung eines Vereins, bei Einstellung des Frauen- oder Herrenspielbetriebes oder bei Einstellung des Spielbetriebes einer Altersgruppe, beschränkt auf die entsprechende Altersgruppe des Spielers beim aufnehmenden Verein. Voraussetzung ist, dass die Abmeldung nicht vor dem Zeitpunkt, an dem der betroffene Verein seine Auflösung oder die Einstellung des Spielbetriebs mitgeteilt hat, vorgenommen wurde.
  • Wenn Amateure nachweislich sechs Monate nicht mehr gespielt haben. Die Frist beginnt frühestens mit dem ersten Tag der Spielberechtigung für Pflichtspiele beim abgebenden Verein.
  • Für Spieler, die mit Vollendung des 40. Lebensjahres mit Zustimmung des abgebenden Vereins einen Vereinswechsel vollziehen und vor Ablauf der regulären Wartefrist nur im Altherrenbereich eingesetzt werden.

 

Weitere Informationen:

Leitfaden_Wechselperioden
Kurzübersicht: Wechselbestimmungen Senioren/Frauen
Kurzübersicht: Wechselbestimmungen Junioren/Juniorinnen

Der Freigabeschein – ein wichtiges Dokument

Die FIFA schreibt für alle Spieler ab dem 10. Lebensjahr, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen -auch wenn sie in Deutschland geboren wurden- und erstmalig eine Spielerlaubnis im Bundesgebiet beantragen, sowie für Spieler -unabhängig von ihrer Nationalität-, die von einem Verein im Ausland in das Bundesgebiet wechseln, die Beantragung des internationalen Freigabescheines vor. Diesen beantragt die BFV-Passstelle über den DFB.

 

Bei Spielern, die von einem Verein im Ausland in das Bundesgebiet wechseln, wird die Spielerlaubnis grundsätzlich erst nach Eingang des internationalen Freigabescheins erteilt.

 

Eine vorläufige Spielerlaubnis kann bei einem internationalen Vereinswechsel dann erteilt werden, wenn der abgebende Nationalverband nicht innerhalb von 30 Tagen nach Anfrage durch den DFB antwortet.

 

Spieler, die keinem Verein im Ausland angehört haben, erhalten erst mit Freigabe durch den DFB eine sogenannte „vorläufige sofortige Spielerlaubnis“. Sollte jedoch der abgebende Nationalverband Einwände gegen eine Erteilung einer Spielerlaubnis innerhalb eines Jahres schriftlich an den DFB/BFV richten, kann die erteilte Spielerlaubnis von der BFV-Passstelle zurückgezogen werden.

 

Voraussetzungen für die Einleitung des Freigabeverfahrens

Zur Beantragung eines Freigabescheins muss der aufnehmende Verein generell folgende Unterlagen einreichen:

 

  • den Antrag auf Erteilung einer Spielerlaubnis mit der Angabe der Staatsangehörigkeit,
  • die Zusatzerklärung für ausländische Mitbürger mit den vollständigen Angaben für ausländische Spieler,
  • die Kopie eines amtlichen Dokumentes, aus dem die Staatsangehörigkeit hervorgeht (z.B. Reisepass, Personalausweis, Aufenthaltstitel)

 

Bei allen Spielern, deren Staatsangehörigkeit brasilianisch, argentinisch, us-amerikanisch oder mexikanisch ist oder in einem dieser Länder einem Verein angehört haben und in das Bundesgebiet wechseln wollen, muss eine Zusatzerklärung des entsprechenden Landes eingereicht werden. Für andere Staatsangehörigkeiten gibt es darüber hinaus weitere Dokumente, die für die Beantragung eines Freigabescheins einzureichen sind. Welche Unterlagen dies im einzelnen sind, kann der Übersicht „Infoblatt: Einzureichende Unterlagen“ entnommen werden, das weiter unten im heruntergeladen werden kann.

 

Bei Junioren und Juniorinnen zwischen dem vollendeten 10. und 18. Lebensjahr ist die Erteilung der Spielerlaubnis grundsätzlich nur dann möglich, wenn auch die Eltern in Deutschland leben. Dadurch soll der Grundgedanke gewahrt bleiben, dass ein Wechsel von Jugendlichen aus rein fußballerischen Gründen versagt bleibt (Schutz Minderjähriger). Deshalb muss neben dem Antrag auf Erteilung einer Spielerlaubnis und der Zusatzerklärung für Junioren und Juniorinnen ab Vollendung des 10. Lebensjahres bis zum 18. Lebensjahr auch eine Meldebescheinigung der Eltern, ausgestellt von der zuständigen Gemeinde/Stadt zwingend eingereicht werden.

 

Problematisch ist deshalb die Erteilung einer Spielerlaubnis für Austauschschüler und Flüchtlingskinder, deren Eltern im Heimatland leben. Für diese Jugendlichen können zwar über den BFV Ausnahmegenehmigungen bei der FIFA beantragt werden, ob sie auch erteilt werden, hängt jedoch vom jeweiligen Einzelfall ab.

 

Weitere Informationen:

Zweitspielrecht

Studenten, Berufspendler und vergleichbare Personengruppen können bei einem Wechsel aus einem anderen Landesverband zu einem Verein des BFV unter Beibehaltung ihrer bisherigen Spielerlaubnis für ihren Stammverein, dem Verein am Heimatort des wechselnden Spielers, ein Zweitspielrecht für Spiele auf Kreisebene erhalten, wenn der im Bereich des BFV ansässige um das Zweitspielrecht ersuchende Verein durch Kopie der Meldebescheinigung nachweist, dass der Spieler einen neuen Erst- oder Zweitwohnsitz im Zuständigkeitsbereich des BFV hat. Der erforderliche Nachweis muss zusammen mit dem Antrag auf Erteilung des Zweitspielrechtes dem aufnehmenden Verein bei online Antragstellung vorliegen.

 

Für den Frauenbereich kann ein Zweitspielrecht erteilt werden, wenn die erste Mannschaft des Zweitvereins in einer der untersten beiden Spielklassen antritt und der Stammverein der Erteilung zustimmt.

 

Für Mannschaften des Ü-Bereichs wird ein Zweitspielrecht erteilt, wenn der Stammverein in der Altersklasse keine eigene Mannschaft in der jeweiligen Altersklasse des betreffenden Spielers gemeldet hat.

 

Der Antrag auf Erteilung des Zweitspielrechts für die laufende Spielzeit ist spätestens bis zum Ablauf des 15. April zu stellen. Das Zweitspielrecht gilt jeweils nur bis zum Ende des Spieljahres, in welchem es beantragt wird. Zur Verlängerung muss ein neuer Antrag gestellt werden. Mit Ausnahme des Futsalbereichs (s.u.) ist die Spielerlaubnis für den Stammverein vom Zweitspielrecht nicht betroffen.

 

Zweitspielrecht für Juniorinnen

Juniorinnen können unter Beibehaltung ihrer bisherigen Spielerlaubnis für ihren Stammverein ein Zweitspielrecht für Juniorinnen- (gültig auch für die B-Juniorinnen-Bundesliga) und Gemischtmannschaften gem. § 5 Absatz 3 der Jugendordnung des BFV erhalten, wenn die Erziehungsberechtigten und der Stammverein diesem schriftlich zustimmen. Das Zweitspielrecht ist auf einen Verein des BFV beschränkt. Es wird ab dem Tag des Antragseingangs, jedoch frühestens zum 1.7., für den Rest des Spieljahres erteilt. Der Antrag ist spätestens bis zum 31.1. eines Jahres online einzureichen. Bei der Antragstellung müssen dem Verein folgende Unterlagen vorliegen, die er zwei Jahre lang aufzubewahren hat:

 

  • Passantrag
  • Schriftliche Zustimmung des Stammvereins
  • Schriftliche Zustimmung der Erziehungsberechtigten

 

Das Zweitspielrecht gilt jeweils nur bis zum Ende des Spieljahres, in welchem es beantragt wird. Hat der Verein, für den die Spielerin ein Zweitspielrecht besitzt, nach Ablauf des Spieljahres noch Pflichtspiele auszutragen, verlängert sich das erteilte Zweitspielrecht automatisch bis einschließlich des Zeitpunktes der Austragung dieser Spiele. Zur Verlängerung für eine weitere Saison muss ein neuer Antrag gestellt werden.

 

Gastspielrecht

In Freundschaftsspielen können auf Antrag des betroffenen Vereins Gastspieler eingesetzt werden, soweit dem die Wettbewerbsbestimmungen nicht entgegenstehen. Der abstellende Verein muss diesem Antrag zustimmen. Bei Spielern anderer Mitgliedsverbände der FIFA ist für den Fall der Nichtvorlage der Zustimmung oder bei Zweifel an der Zustimmung des Vereins die Einwilligung des zuständigen Nationalverbandes erforderlich.

 

Folgende Unterlagen müssen dem aufnehmenden Verein bei Beantragung online vorliegen und von diesem zwei Jahre lang aufbewahrt werden:

 

  • Antrag auf Erteilung einer Spielerlaubnis
  • Schriftlicher Antrag des Gastvereins auf Genehmigung eines Gastspielrechts mit Datum des Gastspiels
  • schriftliche Zustimmung des Stammvereins zur Erteilung eines Gastspielrechts

Wer ist Vertragsspieler?

Vertragsspieler ist, wer über sein Mitgliedschaftsverhältnis hinaus einen schriftlichen Vertrag abgeschlossen hat und über seine ausgewiesenen Auslagen hinaus Vergütungen oder andere geldwerte Vorteile von mindestens 250 EUR monatlich erhält.

 

Er muss sich im Vertrag verpflichten, die steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Abgaben abführen zu lassen, und die Erfüllung dieser Verpflichtung zusammen mit dem Antrag auf Spielerlaubnis, spätestens jedoch binnen drei Monaten nach Vertragsbeginn, durch den Verein nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Andernfalls hat er nachzuweisen, dass diese Abführungspflicht nicht besteht.

 

Nachweispflichten

Der Verein eines Vertragsspielers muss innerhalb von drei Monaten ab Vertragsbeginn gegenüber der Passstelle den Nachweis erbringen, dass die sozialversicherungsrechtlichen und steuerlichen Abgaben abgeführt werden.

 

Mögliche Konsequenzen

Wird dieser Nachweis nicht fristgerecht erbracht, ruht die Spielberechtigung, das heißt der Spieler ist für den Verein für Pflicht- und Freundschaftsspiele nicht mehr spielberechtigt. Die Spielberechtigung wird erst dann wieder erteilt, wenn ein entsprechender Nachweis bei der Passstelle eingereicht wird.

 

Einzureichende Unterlagen

Da der Nachweis über die Abführung der Sozial- bzw. Steuerabgaben glaubhaft gemacht werden muss, ist allein eine Bescheinigung des Vereins, die Abgaben abzuführen, nicht ausreichend.
Vielmehr ist der Nachweis durch Vorlage folgender Unterlagen zu erbringen:

 

  • Anmeldung bei der Krankenkasse
  • Bestätigung des Steuerberaters, dass die Abgaben ordnungsgemäß abgeführt werden
  • Bestätigung durch die »Mini-Job-Zentrale«

 

Der Nachweis ist erbracht, wenn eine der genannten Bescheinigungen eingereicht wird. Es muss aber jeweils erkennbar sein, um welchen Spieler es sich im Einzelnen handelt.

 

Verbindliche Richtlinien des Deutschen Fußball-Bundes

Der DFB-Vorstand hat in seinen Sitzungen vom 30. September 2005 und 25. November 2005 Änderungen der DFB-Spielordnung beschlossen, die mit Veröffentlichung in den Offiziellen Mitteilungen des DFB Nr. 10 vom 31. Oktober 2005 und Nr. 11 vom 30. November 2005 wirksam geworden sind. Die wichtigsten Änderungen sind nachfolgend aufgeführt.

 

Vertragsabschluss und Vereinswechsel

Ein Verein, der einen Vertragsspieler eines anderen Vereins verpflichten will, muss vor Aufnahme von Verhandlungen mit dem Spieler dessen Verein schriftlich von seiner Absicht in Kenntnis setzen. Ein Vertragsspieler darf einen Vertrag mit einem anderen Verein nur abschließen, wenn sein Vertrag mit dem bisherigen Verein abgelaufen ist oder in den folgenden sechs Monaten ablaufen wird.

 

Ein Verstoß gegen diese Bestimmung wird als unsportliches Verhalten geahndet. Zudem werden Verträge, die unter Nichtbeachtung dieser Bestimmungen abgeschlossen wurden, bei der Erteilung der Spielberechtigung nicht berücksichtigt.

 

Laufzeiten

Verträge mit Vertragsspielern müssen eine Laufzeit bis zum Ende eines Spieljahres (30.06.) haben. Bei einem Vereinswechsel in der Wechselperiode II ist also auch ein »Halbjahresvertrag« möglich.

 

Verträge mit Spielern über 18 Jahren dürfen eine maximale Laufzeit von fünf Jahren haben, bei Spielern unter 18 Jahren höchstens drei Jahre.

 

Spielerlaubnis für maximal drei Vereine

Ein Vertragsspieler kann im Zeitraum vom 01.07. bis 30.06. des Folgejahres für höchstens drei Vereine eine Spielerlaubnis erhalten. In Pflichtspielen kann er in diesem Zeitraum lediglich von zwei Vereinen eingesetzt werden.

 

Die Ausleihe eines Spielers zu einem anderen Verein stellt einen Vereinswechsel dar. Die Rückkehr des Spielers nach Ablauf der Ausleihfrist zum ausleihenden Verein stellt ebenfalls einen Vereinswechsel dar und ist nur in den Wechselperioden I und II möglich.

 

Spieler aus Nicht-EU-Ländern

Bei Spielern aus Nicht-EU-Ländern einschließlich der Spieler, deren Länder am 1. Mai 2004 der EU Beigetreten sind, darf die Spielerlaubnis als Vertragsspieler nur bis zum Ende des Spieljahres (30.06.) erteilt werden, die von der Laufzeit des Aufenthaltstitels vollständig umfasst wird.

 

Was bei Verträgen zu beachten ist

Der Passstelle ist der vollständige Vertrag als Vertragsspieler bzw. eine Kopie des Vertrages einzureichen. Eine Vertragsanzeige ist nicht ausreichend und wird unbearbeitet zurückgeschickt.

 

Die Passstelle prüft die Verträge unter anderem auf folgende Inhalte:

 

  • Erhält der Spieler für die Dauer der Vertragslaufzeit ein Entgelt von mindestens 250 Euro?
  • Liegt dem Vertrag der Nachweis über die Zahlung der sozial- und steuerrechtlichen Abgaben bei?
  • Ist die Passage enthalten, dass der Spieler mit der Unterschrift versichert, keine anderweitige Verpflichtung als Vertragsspieler und/oder Lizenzspieler eingegangen zu sein?
  • Wurden gültige Vertragslaufzeiten eingetragen?
  • Sind alle Unterschriften vorhanden? Verträge als Vertragsspieler müssen vom Verein und vom Spieler unterzeichnet werden.
  • Wurde der Vertrag als Vertragsspieler bis zum 30.06. abgeschlossen? Endet die Vertragslaufzeit zu einem anderen Zeitpunkt, ist der Vertrag ungültig und wird unbearbeitet an den Verein zurückgeschickt.

 

Vorgehen bei Änderungen des Vertrages

Änderungen, die im Vertrag vor Einreichung bei der Passstelle vorgenommen werden, müssen aus Sicherheitsgründen durch Vereins- und Spielerunterschrift neu bestätigt werden. Fehlt diese erneute Bestätigung oder eine der erforderlichen Unterschriften, wird der Vertrag zur Bestätigung durch Verein und Spieler an den Verein zurückgeschickt.
Der einreichende Verein sollte vor der Einreichung der Unterlagen bei der Passstelle prüfen, ob der Vertrag die Voraussetzungen erfüllt. Wird im Falle eines Vereinswechsels der Vertrag als Vertragsspieler zunächst ohne Spielerantrag bei der Passabteilung eingereicht, ist vom Vertrag schließenden Verein unbedingt zu beachten, dass der Spielerantrag rechtzeitig nachgereicht wird. Die Erteilung einer Spielerlaubnis vor Antragseingang ist ausgeschlossen.

 

Die Verwendung unvollständiger Verträge geht stets zu Lasten des Vereins, weil nach einem Vereinswechsel die Spielberechtigung für Pflicht- und Freundschaftsspiele erst ab Vorliegen der vollständigen Unterlagen erteilt wird.

 

Wirksamkeit und Vorzeitige Beendigung des Vertrages

Mit Beginn des wirksam angezeigten Vertrages erlischt eine bis dahin geltende Spielerlaubnis für einen anderen Verein.

 

Eine rechtswirksame vorzeitige Vertragsbeendigung hat das sofortige Erlöschen der Spielerlaubnis zur Folge. Auch bei Zeitablauf des Vertrages erlischt die Spielberechtigung als Vertragsspieler, ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt der Abmeldung.

 

Mehrere Verträge eines Spielers

Bei Eingang mehrerer Verträge für einen Spieler hat der zuerst beim Verband gültig eingereichte Vertrag Vorrang. Bei Abschluss mehrerer Verträge für die gleiche Spielzeit wird der Spieler wegen unsportlichen Verhaltens bestraft.

 

Weitere Informationen:

Infoblatt Vertragsspieler (obenstehdene Informationen)
Mustervertrag für Vertragsspieler

 

Alle Vertragsspieler:

Daten über die Vertragslaufzeit von Vertragsspielern können online hier abgerufen werden.

Der DFL Deutsche Fußball Liga e.V. leistet eine freiwillige Zahlung einer Ausbildungsentschädigung für jüngere Lizenzspieler in der Spielzeit 2016/2017 auf Grundlage folgender Richtlinien:

 

1. Wenn ein Verein bzw. eine Kapitalgesellschaft der Lizenzligen (nachfolgend: Lizenzverein) in der Spielzeit 2016/2017 einen Amateur oder Vertragsspieler, der in dieser Spielzeit höchstens sein 23. Lebensjahr vollendet hat, erstmalig als Lizenzspieler unter Vertrag genommen hat oder in der Spielzeit 2015/2016 unter Vertrag genommen hat und der Spieler zudem in der Spielzeit 2016/2017 erstmalig als Lizenzspieler in einem Meisterschaftsspiel der Lizenzligen eingesetzt worden ist, erhalten die früheren Vereine bzw. Kapitalgesellschaften (nachfolgend einschließlich Lizenzvereine: Vereine) des Spielers für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit eine Ausbildungsentschädigung aus einem vom DFL Deutsche Fußball Liga e.V. freiwillig eingerichteten Solidaritätspool. Die Ausbildungsentschädigung soll von den Vereinen vorrangig für Zwecke der Nachwuchsarbeit im Fußball verwendet werden. Die Ausbildungsentschädigung beträgt

a) im Bereich der Bundesliga 50.000,– €

b) im Bereich der 2. Bundesliga 22.500,– €.

Stichtage für die Berechnung der Ausbildungsentschädigung sind der 1.7. eines Jahres, wenn der Lizenzspielervertrag in der Zeit zwischen dem 1.7. und 31.12. in Kraft getreten ist, oder der 1.1. eines Jahres, wenn dieser Vertrag zwischen dem 1.1. und 30.6. in Kraft getreten ist.

10 % der Ausbildungsentschädigung gemäß a) bzw. b) stehen dem Verein zu, für den der Spieler erstmals im Bereich des DFB und nachweisbar drei Jahre ununterbrochen spielberechtigt war (Vaterverein).

Der Anspruch auf die übrige Ausbildungsentschädigung steht jedem Verein, für den der Spieler innerhalb der letzten fünf Jahre vor seiner Verpflichtung als Lizenzspieler spielberechtigt war, zeitanteilig nach Monaten zu.

Vorstehende Ansprüche können nebeneinander geltend gemacht werden.

Lässt sich eine Anspruchsberechtigung für den Vaterverein nicht feststellen, wird die gesamte Ausbildungsentschädigung verteilt.

Bei einem Vertragsabschluss mit einem Spieler, der für den vertragschließenden Verein bereits spielberechtigt ist, vermindert sich die Ausbildungsentschädigung entsprechend seiner Spielberechtigungszeit bei diesem Verein.

Zu den Spielberechtigungszeiten werden die Wartefristen beim Vereinswechsel – Zeitraum bis zur Erteilung der Spielerlaubnis für Pflichtspiele – zugunsten des jeweils abgebenden Vereins gerechnet. Dies gilt auch dann, wenn nur die Wartefrist zum Fünf-Jahres-Zeitraum gehört.

Wird die Spielerlaubnis für Pflichtspiele erst nach dem 1. eines Monats für einen früheren Verein erteilt, wird dieser Monat bei der Errechnung der Ausbildungsentschädigung dem jeweils abgebenden Verein zugerechnet.

 

2. Ansprüche auf eine Ausbildungsentschädigung müssen bis zum 31.12.2017 geltend gemacht werden (Ausschlussfrist). Der Anspruch ist gewahrt, wenn ihn der Antragsteller bei seinem Mitgliedsverband, dem DFL Deutsche Fußball Liga e.V. oder dem DFB rechtzeitig schriftlich geltend gemacht hat.

Vertragsabschlüsse von Lizenzspielern, die in der Spielzeit 2016/2017 höchstens das 23. Lebensjahr vollendet haben, sind spätestens in der Juni- Ausgabe der Offiziellen Mitteilungen des DFB und danach in den Amtlichen Mitteilungen der Mitgliedsverbände des DFB zu veröffentlichen.

 

3. Die Ausbildungsentschädigung wird um eine vom Lizenzverein für denselben Spieler bereits früher an einen nach Nr. 1. entschädigungsberechtigten Verein gezahlte Entschädigung (auch Entschädigungen für die Auflösung eines bestehenden Vertrags) gekürzt.

 

4. Ein Ausbildungsentschädigungsanspruch eines Klubs in Bezug auf den Fünf-Jahres-Zeitraum entfällt für Lizenzspieler unter 23 Jahren, die einem Aufsteiger in die 2. Bundesliga angehören, wenn der Spieler für Pflichtspiele der Senioren oder Junioren-Mannschaften des vertragschließenden Vereins oder dessen Tochtergesellschaft länger als zwei Jahre vor der Lizenzerteilung an den Verein (1.7.) spielberechtigt war. Der Ausbildungsentschädigungsanspruch für den Vaterverein nach Nr. 1., Absatz 4 bleibt unberührt.

 

5. Die Höhe der Ausbildungsentschädigung nach Nrn. 1. bis 3. wird im Einvernehmen mit dem DFL Deutsche Fußball Liga e.V. von der DFB-Zentralverwaltung festgesetzt. Schriftliche Vereinbarungen der Parteien sind grundsätzlich im Wege des Urkundenbeweises zu verwerten.

Gegen die zu begründende und mit Rechtsmittelbelehrung zu versehende Entscheidung ist innerhalb von sieben Tagen nach Zustellung Beschwerde an den Ständigen Beschwerdeausschuss zulässig. Innerhalb der Beschwerdefrist ist eine Beschwerdegebühr in Höhe von € 300,– zu entrichten. Der Beschwerdeausschuss setzt sich aus zwei vom Vorstand des DFL Deutsche Fußball Liga e.V. benannten Vorstandsmitgliedern des DFL Deutsche Fußball Liga e.V. und dem DFB-Vizepräsidenten für Rechts- und Satzungsfragen zusammen, die eines der beiden Vorstandsmitglieder des DFL Deutsche Fußball Liga e.V. zum Vorsitzenden bestimmen.

Spielerliste

Eine Auflistung von erstmaligen Verpflichtungen von Amateuren/Vertragsspielern als Lizenzspieler in der Spielzeit 2016/2017, die in dieser Spielzeit höchstens ihr 23. Lebensjahr vollendet haben und zudem erstmalig als Lizenzspieler in einem Meisterschaftsspiel der Lizenzmannschaft in der Spielzeit 2016/2017 eingesetzt wurden, können den Offiziellen Mitteilungen des DFB (Ausgabe 4/2017) entnommen werden:

 

Offizielle Mitteilungen 4/2017

Weitere Hilfe

Bei weiteren Fragen rund um die Beantragung einer Spielerlaubnis steht Ihnen unsere Passstelle gern zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden Sie in der Box.

Ansprechpartner:

Andrea Singhal

Sachbearbeiterin

Telefon: 0421-791 66 12 Telefax: 0421-791 66 50