Los geht's am morgigen Samstag mit dem Auftritt des deutschen Meisters und Pokalsiegers Borussia Dortmund beim FCO, der im Bremer Weser-Stadion stattfinden wird. Dass der BVB haushoher Favorit ist, bedarf eigentlich keiner Erwähnung. BVB-Trainer Jürgen Klopp stapelt dennoch tief. "Wir wollen uns Vorteile im Spiel erarbeiten", so der Dortmunder Übungsleiter, der dem FCO in der Regionalliga einen "dominanten Fußball" bescheinigt. Verzichten muss Klopp am Samstag auf Sven Bender. Hinter den Einsätzen von Jakub Blaszczykowski, Neven Subotic und Sebastian Kehl stehen derzeit noch Fragezeichen. Zurück ins Team hat sich indes Nationalspieler Mats Hummels gemeldet.

Für FCO-Routinier und Ex-Werderprofi Sören Seidel ist das Spiel gegen Borussia Dortmund nicht sein erster Auftritt im Weser-Stadion.
Personalsorgen ganz anderer Art hat unterdessen FCO-Trainer Peter Moussalli. "Drei Leute muss ich noch streichen. Das wird nicht leicht", sagt er vor dem heutigen Abschlusstraining. Definitiv ausfallen werden neben dem Langzeitverletzten Gökhan Aktas auch Kevin Artmann, Michél Kniat und Marco Behrens. Viele Einzelgespräche habe Moussalli in den vergangenen Wochen mit seinen Spielern geführt, berichtet er. "Die Anspannung vor diesem Spiel ist sehr groß", verrät er. Angesichts der Tatsache, dass viele seiner Spieler zum ersten und vielleicht auch letzten Mal vor einer solchen Kulisse antreten dürfen, ist dies auch legitim. Dementsprechend fällt auch die Zielsetzung gegen den deutschen Meister aus: "Die Jungs sollen rausgehen und Spaß haben, mehr kann ich nicht verlangen", so Moussalli, dessen Team sich darauf beschränken wird, "sich nicht abschießen zu lassen." Für die Partie im Weser-Stadion gibt es noch Tickets an der Tageskasse. Anpfiff ist am Samstag um 15:30 Uhr.
Einen Tag später muss dann der SV Werder ran. Von einem "Spiel des Lebens", sind die Werderander bei Preußen Münster zwar weit entfernt, dennoch erwartet Werder-Trainer Thomas Schaaf keinen Spatziergang. "Münster ist gut in die Saison gekommen und wird sich sicherlich nicht hinten einigeln", so der Fußballlehrer, der daher mahnt: "Wir müssen gleich wach sein. Uns erwartet eine tolle Kulisse mit einem ausverkauften Stadion und nun kommt es auf die Mannschaften an." Insgesamt ist Schaaf, der gegen Münster wieder auf Angreifer Nils Petersen zurückgreifen kann, froh darüber, dass es nun endlich wieder losgeht.

Kevin de Bruyne steht vor seinem ersten Pflichtspiel für den SV Werder.
(Fotos: Oliver Baumgart)
In Münster läuft der Spielbetrieb derweil bereits seit fünf Spieltagen wieder. Die Preußen belegen in der 3. Liga derzeit den vierten Tabellenplatz und konnten in der laufenden Saison bereits zwei Mal einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen. An einen Sieg gegen den den SV Werder denkt man jedoch nicht wirklich. "Das wäre vermessen", sagt Vereinspräsident Dr. Marco de Angelis und ergänzt: "Es wäre toll, wenn wir die Partie so eng gestalten könnten, wie uns das gegen den VfL Bochum, Hertha BSC Berlin und den VfL Wolfsburg in den Jahren zuvor gelungen ist." Anpfiff im restlos ausverkauften Preußenstadion ist am Sonntag um 16:00 Uhr.
fussball.de - Das ist die erste Runde im DFB-Pokal im Überblick.